…ist die unvermeintliche Frage, wenn ich jemandem von meiner Ernährungsweise erzähle. Und auch die Frage die in meinem Kopf rumschwirrte, als ich anfing , mich mit Primal/Paleo zu beschäftigen. Wie sollte ich ohne Kartoffeln, Brot, Nudeln oder Reis jemals wieder satt werden? Und was sollte ich denn stattdessen essen?
Nun, wenn man sich erstmal von seinen Konventionen befreit und lernt “umzudenken”, eröffnen sich einem kulinarisch ganz viele neue und interessante Möglichkeiten. Ich musste unter anderem also meine Vorstellung von einer klassischen Mahlzeit verwerfen – bestand mein Frühstück früher typischerweise aus belegten Broten oder Müsli, so esse ich heute auch schon mal gerne Reste vom Abendessen am frühen morgen. Ich habe auch gelernt, meine Mahlzeiten eher nach einem “Baukastenprinzip” als in kompletten Rezepten zu denken. So kann ich auch mit wenigen Zutaten und meist ohne viel Aufwand eine vollwertige Mahlzeit zaubern. Diese besteht bei mir in der Regel aus einer guten Proteinquelle (meist Fleisch, Fisch, Geflügel, Eier oder Käse), einer großzügigen Portion Gemüse und einer gesunden Fettquelle (meist Kokos-, Olivenöl, Nüsse, Avocados oder Butter), wahlweise etwas Obst.
Morgens vor der Arbeit habe ich selten großen Hunger, daher starte ich meinen Tag gerne mit einem grünen Smoothie. Typischerweise aus viel Spinat, Kokosmilch oder Kokoswasser, einer Banane und frische Beeren oder mein Favorit – Mango!
In der Regel bekomme ich frühestens gegen 9-10 Uhr richtig Hunger, dann gibt es auch ein “richtiges” Frühstück. Zurzeit esse ich am liebsten “Frühstückssalate” aus gekochten Eiern und Gemüse oder Tomaten mit etwas Olivenöl und Ziegenkäse – die sind auch prima für unterwegs oder fürs Büro.
An den Wochenenden gibt es meist ein spätes, ausgiebiges Frühstück/Brunch mit vielen Primal-Leckereien.
Zum Mittag nehme ich mir unter der Woche meist was einfaches, selbsgekochtes mit oder kaufe im Supermarkt Zutaten für einen schnellen Salat ein.
Am Wochenende fällt das Mittagessen meist aus, da ich nicht selten dann erst am Mittag frühstücke.
Zum Abendessen koche ich zuhause meistens frisch, wobei ich auch hier eher auf schnelle und unkomplizierte Rezepte setze. Am Wochenende oder wenn ich zu faul bin esse ich auch gerne mal auswärts.
Seit meiner Ernährungsumstellung verspüre ich zwischen den Mahlzeiten kaum Hunger bzw. Appetit, so dass ich mittlerweile fast ganz ohne Snacks auskomme. Für einen kurzen Energieschub zwischendurch oder für den “Nothunger” wenn die Sitzung mal wieder länger gedauert hat, habe ich trotzdem immer ein Paar Nüsse (Rauchmaldeln sind meine Lieblinge!) und für den Süßhunger dunkle Schokolade (mind. 85%) in meiner Schreibtischschublade. Gelegentlich zaubere ich auch gerne paleo/primal-freundliche Kreationen zum Nachtisch, wie z.B. leckeres selbstgemachtes Eis.
Ich muss natürlich immer wieder betonen, dass ich Paleo/Primal nicht als dogmatisches Konzept begreife, sondern eher als “Richtwert” für eine gesunde und ausgewogene Ernährung. Ich habe daher kein Problem damit, gelegentlich auch “paleo/primal-unfreundliche” Leckereien zu genießen.
Wie ihr seht dokumentiere ich gerne mein Essen in Bildern
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Neben dem ästhetischen Aspekt dient es mir auch als einer Art Ernährungstagebuch und war gerade zu Beginn meiner Ernährungsumstellung sehr hilfreich, um erstmal ein Gefühl für mein Essverhalten zu bekommen. Dank der Bilder erkenne ich auch schnell, wenn ich mich einseitig oder zu ungesund ernähre und kann entsprechend einlenken.
Eine noch ausführlichere (und kostenlose!) Möglichkeit, sein Essverhalten zu dokumentieren und zu analysieren, sowie viele interessante Artikeln und Tools rund um das Thema Ernährung bietet übrigens das Portal Yazio.de.
Wie ist eure Meinung zu Ernährungstagebüchern? Dokumentiert ihr auch euer Essverhalten, und in welcher Form?





















2 Responses to Und was isst du dann?
Bentokitchen 10. August 2012
Diese Frage haben wir in letzter Zeit auch schon oft gestellt bekommen. Am schlimmsten finde ich aber, wenn man jedem erzählt was man essen kann (will), und dann bekommt man über Frikadellen o.ä. dann doch wieder Getreide untergejubelt (habe eine Getreide-Kreuzallergie und kann es deswegen nicht essen). Manchmal habe ich das Gefühl, dass gerade die Familie sich überhaupt nicht dafür interessiert. Wir machen auch manchmal Ausnahmen, jedoch überlegen wir uns dann genau was wir essen: ich gehe beispielsweise lieber mal lecker essen, anstatt mir eine Tafel Schokolade reinzuziehen.
Um einen Überblick zu behalten (und um nicht so oft einkaufen zu fahren (das führt schon in Versuchung)) machen wir einmal wöchentlich einen Essensplan (für 2 Personen), an den wir uns größtenteils halten. So haben wir immer paleo-freundliche Lebensmittel im Haus und auch mal etwas für den kleinen Hunger zwischendurch. Wenn wir mal was umschmeißen, trage ich es auf dem Plan ein. So haben wir auch immer den Überblick
Liebe Grüße,
Nadine
berlinprimalgirl 12. August 2012
Hallo Nadine! Das ist – vor allem wenn man allergisch ist – sehr ärgerlich, es ist nicht immer leicht, seine Ernährung anderen gegenüber zu “rechtfertigen. Das mit dem Essensplan finde ich eine gute Idee
Liebe Grüße zurück